Eisrettungsworkshop Feuerwehrabschnitt Ottenschlag

Am 21. Februar 2026 veranstaltete das AFKDO Ottenschlag gemeinsam mit der Österreichischen Wasserrettung (ÖWR) bereits zum zweiten Mal einen Eisrettungsworkshop am Schlesingerteich in Bärnkopf. Die Veranstaltung stellte erneut die ausgezeichnete und langjährige Zusammenarbeit der beteiligten Organisationen unter Beweis und bot den Teilnehmern eine praxisnahe sowie fundierte Ausbildung im Bereich der Eisrettung.

Zu Beginn wurden im Feuerwehrhaus Gutenbrunn die einsatztaktischen Vorgehensweisen sowie spezielle Erste-Hilfe-Maßnahmen bei starker Unterkühlung vermittelt. Dieser theoretische Teil wurde durch den Landesreferenten für Tauchen Ing. Jürgen FRÜHWIRTH ergänzt, der im Rahmen einer Theorieeinheit insbesondere auf die Möglichkeiten der Rettung von Personen, das richtige Verhalten bei einem eigenen Einbruch ins Eis sowie auf die sichere Hilfeleistung für andere Personen einging. Die besonderen Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Unterkühlung bildeten dabei einen wesentlichen Schwerpunkt der Ausbildung.

Im Anschluss erfolgte eine Sicherheitsunterweisung zur erforderlichen Eigensicherung mittels Rettungsweste, bevor die praktische Ausbildung am Schlesingerteich fortgesetzt wurde.

Vor Ort herrschten annähernd einsatznahe Bedingungen: Die Eisfläche wies zwar eine Stärke von rund 25 cm auf, jedoch befanden sich darauf zusätzlich etwa 20 cm Neuschnee sowie rund 10 cm nicht gefrorenes, nach oben gedrücktes Wasser. Diese Bedingungen stellten die Übungsteilnehmer vor realistische Herausforderungen und ermöglichten ein besonders intensives Training.

Die Wasserrettung war bei diesem Workshop in mehreren zentralen Funktionen vertreten: als Wasserretter, Opferdarsteller, Stationsbetreuer sowie mit fachlichen Beiträgen im Rahmen der Theorieausbildung. Ein besonderer Beitrag wurde durch die ÖWR-Einsatztaucher geleistet, die sowohl als Opferdarsteller in den Übungsszenarien als auch als Stationsleiter eingesetzt waren. Durch diese realitätsnahe Darstellung konnten wichtige Einsatzabläufe unter möglichst authentischen Bedingungen geübt und gefestigt werden.

Im praktischen Teil wurden mit unterschiedlichsten Hilfsmitteln – darunter Leiter, Korbschleiftrage und Endlosschlaufe – eingebrochene „Opfer“ aus dem Eis gerettet. Die hohe Motivation und das große Engagement der Teilnehmer waren über den gesamten Tag hinweg deutlich spürbar. Zahlreiche Übungsteilnehmer waren nach den intensiven Praxisstationen stark durchnässt und mussten sich im Feuerwehrhaus Gutenbrunn nicht nur stärken, sondern auch aufwärmen; teils wurde sogar mitgebrachte Ersatzkleidung benötigt.

Insgesamt nahmen 81 Teilnehmer aus den Feuerwehren des Abschnittes Ottenschlag, Gästefeuerwehren aus dem Bezirk Zwettl (FF Hörmanns, FF Rudmanns, FF Stift Zwettl), dem Bezirk Krems (FF Rastenfeld), dem Bezirk Melk (UA Persenbeug) sowie Mitglieder der Österreichischen Wasserrettung am Eisrettungsworkshop teil. Die gesamte Mannschaftsstärke inklusive Lehr- und Versorgungspersonal betrug rund 100 Personen.

Ein besonderer Dank gilt den Organisatoren sowie allen Mitwirkenden, insbesondere dem Tauchreferenten der ÖWR, Ing. Jürgen Frühwirth, den ASB/BSB für Wasserdienst, Paul Schulmeister, sowie der FF Gutenbrunn mit Kommandanten Harald Weidenauer für die hervorragende Versorgung und die umfassenden Vorbereitungstätigkeiten.

Der Eisrettungsworkshop hat einmal mehr gezeigt, wie bedeutend die Kombination aus theoretischer Schulung, realitätsnahen Übungsszenarien und organisationsübergreifender Zusammenarbeit für eine professionelle Einsatzvorbereitung im Bereich der Wasser- und Eisrettung ist.

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