Gefahren beim Eislaufen auf Seen und Flüssen

Eisflächen wirken im Winter oft harmlos – sind aber tückisch, weil ihre Tragfähigkeit selten gleichmäßig ist. Selbst wenn ein See „zugefroren“ aussieht, kann das Eis stellenweise dünn oder brüchig sein: Schnee verdeckt Risse und isoliert, Pflanzenbewuchs oder Bodenwärme schwächen das Eis lokal und alte Bruchstellen bleiben Gefahrenzonen.

Besonders riskant sind Bereiche mit Wasserbewegung wie Zu- und Abflüsse, Bachläufe, Brückenbereiche oder Kraftwerksnähe – dort ist das Eis häufig deutlich dünner als am übrigen Gewässer.

Kommt es zum Einbruch, wird es schnell lebensgefährlich: Der Kälteschock kann Atemnot und Panik auslösen, die Muskeln verlieren rasch an Kraft und Koordination, Unterkühlung setzt ein. Auch Rettungsversuche sind riskant, weil Helfer ohne Sicherung ebenfalls leicht einbrechen – oft entstehen so mehrere Opfer.

Am sichersten ist es, nur offiziell freigegebene Eisflächen zu betreten.

Wenn jemand einbricht:

  • Abstand halten
  • sofort Hilfe rufen (Notruf 144)
  • flach liegend mit Abstandsmitteln (Leiter, Brett, Seil) unterstützen
  • niemals stehend zur Einbruchstelle gehen
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