Landesverband Niederösterreich der Österreichischen Wasserrettung (ÖWR) übte unterschiedliche Methoden zur Suche von Personen oder Gegenständen in Gewässern

Am 1. Mai 2026 fand um den und im Gemeindeteich Wiener Neudorf die Niederösterreichische Landesübung der Österreichischen Wasserrettung zum Suchen und Bergen bzw. Retten von in Gewässern vermissten oder vermuteten Personen oder Gegenständen statt. Jeder Einsatztaucher, Rettungsschwimmer, Life-Safer oder Fließwasser-Retter, der an Gewässern Aufsichtsdienste leistet oder sich auch nur in der Freizeit dort aufhält, kann in die Situation kommen, einen untergegangenen Gegenstand oder eine Person suchen zu müssen.

Die Marktgemeinde Wiener Neudorf und der Tauchclub Wiener Neudorf (TCWN) haben die Österreichische Wasserrettung zum „Tauch- und Badesicherheitstag 2026“ eingeladen.

Je nach Ausbildungsstand wurden im bis zu 18 Meter tiefen Gemeindeteich verschiedene Suchmethoden für Gerätetauchen, ABC-Kräfte und Rettungsschwimmer geübt. Zudem galt es gefundene Personen sicher an Land zu verbringen und dort bis zum Eintreffen der Rettungskräfte geeignete Maßnahmen zu ergreifen.

Das Auffinden von Vermissten oder verlorenen Gegenständen unter Wasser kann eine äußerst komplexe Aufgabe sein, die spezielle Techniken und Ausrüstung erfordert. Die Einsatztaucher:innen spielen dabei eine entscheidende Rolle, da sie in der Lage sind, in schwierigen bzw. gar gefährlichen Umgebungen zu suchen und zu bergen, was für andere unzugänglich ist. Ihre Suche kann Leben retten und verlorene Gegenstände wieder finden.

Praxis und Übungen

Die fünf Übungsszenarien orientierten sich dabei am jeweiligen Ausbildungsgrad der ÖWR-Taucher:

  • Für die effiziente Suche im Flachwasser (koordiniertes Abschreiten des Uferbereichs in der Gruppe) waren keine Tauchkenntnisse gefordert.
  • Beim so genannten „Wiesel-Tauchen“ suchten zwei ABC-Tauchtrupps (je 5 Taucher, ohne Sauerstoff) in einem exakt koordinierten Ablauf einen bis zu acht Meter tiefen Uferabschnitt lückenlos nach einem verlorenen Gegenstand ab.
  • Beim Leinentauchen ist ein Taucher durch eine Signalleine mit einer Signalperson an der Oberfläche verbunden ist. Diese Methode wird primär für die Sicherung, Suche und Kommunikation in trüben Gewässern oder bei Strömung eingesetzt.
  • Bei der Radiussuche handelt es sich um eine effektive Unterwasser-Suchmethode, um einen bestimmten Gegenstand/Person in einem definierten Bereich zu finden, besonders bei schlechter Sicht.
  • Ein Übungsszenario erforderte die Anwendung der so genannten Suchmethode „Tirol“ – dabei handelt es ich um eine von Ufer aus mittels Leinen koordinierte Suche durch Taucher, die ebenfalls das möglichst lückenlose Absuchen einer definierten Gewässerfläche sicherstellen soll.

Die rund 30 Übungsteilnehmer:innen kamen aus den ÖWR-Abschnitten St. Pölten, Tulln, Allentsteig, Pottendorf und Perchtoldsdorf. Vorbereitung, Organisation und Durchführung lagen in Verantwortung des ÖWR Abschnitts Perchtoldsdorf (Leitung Abschnittsobmann Christian Köhler). Die Gesamtkoordination und -leitung lag in den Händen von Ing. Jürgen Frühwirth, Referent für Tauchen im Landesverband NÖ der Österreichischen Wasserrettung.

Bürgermeister Herbert Janschka, die Vizebürgermeister Norman Pigisch und Wolfgang Tomek sowie zahlreiche Gemeinderäte waren vor Ort von den Leistungen der Taucher beeindruckt. Die Einsatzkräfte und Taucher des Tauchclubs Wiener Neudorf wurden zu Mittag durch Grillmeister verwöhnt. Walter Wistermayer, Leiter des Wirtschaftshofes, hat gemeinsam mit seinem Team für die für eine derartige Übung notwendige Infrastruktur gesorgt.

Fotocredit: ÖWR Abschnitt Perchtoldsdorf

Rückfragen bitte an:

Ing. Jürgen Frühwirth
Referent für Tauchen LV Niederösterreich
Linzer Straße 106
3100 St. Pölten
E-Mail: noe-tauchen@wasser-rettung.fample.at
Mobil: +43 (664) 628 5849

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